FAQs

FAQs

Wenn du mit Sensiplan startest oder dich fragst, ob Sensiplan für dich und deinen Partner eine passende Methode zur Vermeidung einer Schwangerschaft oder zur Erfüllung eures Kinderwunsches ist, dann findet ihr hier Antworten auf häufig gestellte Fragen.

FAQs

  • Warum Sensiplan und nicht NFP?

    Wenn wir von Sensiplan sprechen, beziehen wir uns auf die symptothermale Methode, die von der NFP-Arbeitsgruppe entwickelt wurde und seit 1981 wissenschaftlich begleitet wird. Das bedeutet, dass Sensiplan intensive Körperwahrnehmung mit der Beobachtung der Fruchtbarkeit kombiniert. Neben Möglichkeiten der Familienplanung bietet Sensiplan Mädchen und Frauen jeden Alters auch Einblicke in ihren Körper und ihre eigene Fruchtbarkeit. Beobachtet werden zyklische Anzeichen wie Veränderungen der Basaltemperatur, des Zervixschleims, des Muttermundes, Mittelschmerz, Brustsymptome sowie das Blutungsmuster. Die Kombination aus der Beobachtung der Symptome des Zervixschleims oder des Muttermundes (sympto) und der Körpertemperatur (thermal) gibt der Methode auch ihren Namen: symptothermale Methode.

  • Muss ich Sensiplan überhaupt lernen? Meine Zyklus-App zeigt mir doch an, wann ich meinen Eisprung habe...

    Selbst bei einem sehr regelmäßigen Zyklus können äußere Einflüsse wie Krankheit, Stress usw. zu einer Verschiebung des Eisprungs führen. Es ist daher fahrlässig, deine Sicherheit einem Algorithmus anzuvertrauen, der auf der Kalendermethode oder Ähnlichem basiert. Der Markt für Zyklus-Apps ist sehr vielfältig und es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede. Je nachdem, ob die App rein zur Zyklusbeobachtung oder zur Verhütung genutzt werden soll, müssen diese Unterschiede berücksichtigt werden. Es gibt einige wenige Zyklus-Apps, die eine symptothermische Methode als Grundlage verwenden. Es ist wichtig zu beachten, dass es keine Studien zur Überprüfung des verwendeten Algorithmus gibt, sodass keine Aussage über die zugrunde liegende Zuverlässigkeit getroffen werden kann. Die NFP-Arbeitsgruppe hat eine App entwickelt, die auf den Sensiplan-Regeln basiert, und lässt diese als Medizinprodukt der Klasse IIb zertifizieren; eine Vorabversion ist im App Store erhältlich. Nur die Sensiplan-App garantiert, dass die standardisierten, wissenschaftlich überprüften Regeln und der Algorithmus gespeichert sind.

  • Kann ich Sensiplan auch mit einem unregelmäßigen Zyklus nutzen?

    Ja. Durch Selbstbeobachtung können Sie die Ursachen für Unregelmäßigkeiten erkennen. Sie lernen, wie Ihr Körper auf verschiedene Einflüsse reagiert, und können feststellen, wann der Eisprung oder die Menstruation eintritt. Eine Verzögerung des Eisprungs kann jedoch zu einer längeren fruchtbaren Phase und damit zu einem längeren Zeitraum führen, in dem Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Es ist dann eine Frage der Akzeptanz, ob Sie als Paar Sensiplan anwenden möchten.

  • Ich stille noch – kann ich Sensiplan verwenden?

    Ja. Es ist jedoch sinnvoll, einen persönlichen Termin mit einer Sensiplan-Beraterin zu vereinbaren, wenn Sie noch stillen. Das Stillen wirkt sich auf die Fruchtbarkeit der Mutter aus, die sich erst allmählich wieder einstellt. Frauen, die in dieser Zeit Sensiplan anwenden, wissen, wie lange sie nach der Geburt unfruchtbar bleiben, wann der Eisprung wieder einsetzt, wann sich der Zyklus normalisiert und wann Familienplanung erforderlich wird. Zur Unterstützung wird eine spezielle Zyklus-Tabelle zur Verfügung gestellt. Neben den Fruchtbarkeitszeichen werden in der Tabelle auch das Stillverhalten und die Essgewohnheiten des Kindes festgehalten.

  • Kann ich Sensiplan sofort nach dem Absetzen der Pille anwenden?

    Ja. Natürlich ist es von Person zu Person sehr unterschiedlich, wann sich der Zyklus nach dem Absetzen der Pille wieder normalisiert. Die Sensiplan-Regeln werden dir auch in dieser Lebensphase eine Hilfe sein. Es ist wichtig, davon auszugehen, dass du im ersten Zyklus nach dem Absetzen der Pille fruchtbar bist.

  • Lässt sich der Tag des Eisprungs genau bestimmen?

    Nein, man kann den genauen Tag nicht bestimmen, aber Ultraschalluntersuchungen und Hormontests können den Zeitraum ziemlich genau eingrenzen. Deshalb bestimmen wir ein fruchtbares Zeitfenster, für das Ihre Temperatur und Ihr Zervixschleim wichtige Hinweise liefern. Der Eisprung lässt sich jedoch anhand der erforderlichen Merkmale rückwirkend genau bestimmen.

  • Muss ich immer zur gleichen Zeit messen?

    Vor allem in den ersten Zyklen ist es wichtig, sowohl den Zeitpunkt der Messung als auch den Temperaturwert zu notieren, da Sie selbst herausfinden müssen, inwieweit sich unterschiedliche Messzeitpunkte auf Ihre Temperaturkurve auswirken. Für viele Frauen sind Abweichungen von plus/minus anderthalb Stunden vom üblichen Messzeitpunkt unerheblich. Für manche sind jedoch schon geringere Unterschiede beim Messzeitpunkt spürbar. Es gibt auch Frauen, für die es überhaupt keine Rolle spielt, wann sie ihre Temperatur messen.

  • Welche Faktoren beeinflussen die Sicherheit?

    Ihre Sicherheit hängt weitgehend von Ihnen und Ihrem Verhalten als Paar ab. Wie stark ist Ihre Motivation als Paar, eine Schwangerschaft tatsächlich zu vermeiden? Die meisten ungewollten Schwangerschaften entstehen, weil die Regeln nicht befolgt werden und Geschlechtsverkehr während des fruchtbaren Zeitraums stattfindet. Viele gehen „nur dieses eine Mal“ das Risiko ein, da sie wissen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu Beginn des fruchtbaren Zeitraums nicht ganz so hoch ist. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft steigt, je näher Sie dem Eisprung kommen. Nach dem Eisprung sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis rapide und liegt während der festgestellten Hochtemperaturphase bei Null. Ob Sie sich in dieser Phase einig sind und ob Sie offen und ehrlich über Ihre Sexualität und Familienplanung kommunizieren können, sind weitere Aspekte, die für die Sicherheit entscheidend sind. Die Grundlage für eine hohe Sicherheit ist, dass Sie das fruchtbare Zeitfenster korrekt bestimmen können. Dies ist nur möglich, wenn Sie die Sensiplan-Richtlinien beherrschen. Am effektivsten lernen Sie diese Richtlinien, wenn Sie von ausgebildeten Sensiplan-Beratern in die Methode eingeführt werden. Alternativ können Sie die Richtlinien durch standardisiertes E-Learning erlernen und bei Bedarf unterstützende Beratung durch einen Sensiplan-Berater in Anspruch nehmen.

  • Was sind die Ursachen für Menstruationsbeschwerden?

    Menstruationsbeschwerden werden durch Kontraktionen der Gebärmutter verursacht, wenn diese ihre Schleimhaut abstößt. Prostaglandine, körpereigene Botenstoffe, lösen diese Kontraktionen aus. Starke Schmerzen können verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise Endometriose oder Myome. Mit Sensiplan lernen Sie Ihren Zyklus besser kennen und können Muster erkennen, was bei der Behandlung hilfreich sein kann.

  • Was heißt NFP?

    Die Natürliche Familienplanung (NFP) ist ein Überbegriff für die Methoden, die sich mit der Beobachtung und Auswertung von Körperzeichen beschäftigen. Es gibt verschiedene Methoden, wie die Temperaturmessung, Kalendermethode, Billingsmethode uvm.

  • Was ist der 'Mittelschmerz'?

    Der Mittelschmerz sind einseitige, ziehende oder stechende Schmerzen im Unterbauch, die etwa zum Zeitpunkt des Eisprungs auftreten können. Etwa 30 % der Frauen sind davon betroffen. Sie können als hilfreicher zusätzlicher Hinweis auf die fruchtbare Phase dienen, sind jedoch für sich genommen kein verlässliches Anzeichen für den Eisprung. Bei Sensiplan werden sie als Beobachtung festgehalten, fließen jedoch nicht in die Auswertung ein.

  • Was ist der Pearl Index?

    Definition des Pearl-Index: Der Pearl-Index gibt an, wie viele ungewollte Schwangerschaften auftreten, wenn 100 Frauen eine bestimmte Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden (ein Frauenjahr entspricht 12 Zyklen). In einigen Studien werden auch 13 Zyklen pro Frau und Jahr zugrunde gelegt. Die Wirksamkeit einer Verhütungsmethode hängt von zwei Faktoren ab: der Methode selbst und der Zuverlässigkeit ihrer Anwendung. Daher wird zwischen der Wirksamkeit der Methode und der Anwenderwirksamkeit unterschieden. Wenn ein Paar die Regeln strikt befolgt, ist die Schwangerschaftsrate bei Sensiplan extrem niedrig. Sie beträgt 0,4 (Pearl-Index). Bei korrekter Anwendung ist die Methodeneffektivität von Sensiplan somit mit der der Pille vergleichbar und wird dementsprechend in der aktuellen medizinischen „Leitlinie zur nicht-hormonellen Empfängnisverhütung“ empfohlen. Die Anwendereffektivität von Sensiplan beträgt 1,8 (Pearl-Index).

  • Welche Thermometer eignen sich zur Messung der Körpertemperatur mit Sensiplan?

    Die Körpertemperatur des Menschen liegt zwischen 36 und 42 °C. Zur Ermittlung des genauen Temperaturwerts stehen im Wesentlichen drei Technologien zur Verfügung: Flüssigkeitsmessung Elektronische Messung Strahlungsmessung Voraussetzung für alle drei Technologien ist der Einbau einer sogenannten „Maximalanzeige“. Das bedeutet, dass der höchste über einen bestimmten Zeitraum gemessene Temperaturwert auch dann angezeigt bleibt, wenn das Gerät vom Messort entfernt wird. 1. Glasthermometer Glasthermometer sind so konstruiert, dass die Messflüssigkeit in einem Behälter enthalten ist und sich bei Erwärmung in ein angeschlossenes Kapillarrohr ausdehnt. Neben dem Kapillarrohr befindet sich eine Temperaturskala zum Ablesen des Messwerts. Eine sogenannte „Maximalvorrichtung“ verhindert, dass die Messflüssigkeit beim Abkühlen zurück in das Kapillarrohr fließt. Aus diesem Grund müssen Flüssigkeitsthermometer nach der Messung „zurückgeschüttelt“ werden. Als Messflüssigkeit dient beispielsweise eine Galliumlegierung. Petroleum oder Alkohol können nicht als Messflüssigkeiten verwendet werden, da es einerseits nicht möglich ist, das Zurückfließen der Flüssigkeit beim Abkühlen mit einer „Maximalvorrichtung“ zu verhindern, und andererseits diese Flüssigkeiten beim Erhitzen einer hohen Verdunstungsrate unterliegen. Ein typisches Merkmal ist die hohe Alterungsbeständigkeit, die sehr präzise Temperaturmessungen ermöglicht. Ein Nachteil ist die vergleichsweise lange Messzeit. Dies hängt wiederum mit der schlechten Wärmeleitfähigkeit von