Geschichte der Natürlichen Familienplanung

Abbildung: Ältere Vorstellung über die Lage der fruchtbaren Tage der Frau während des Menstruationszyklus.

Schon vor 3000 Jahren gab es Versuche, die fruchtbare Zeit der Frau zu bestimmen und diese Kenntnisse für die Familienplanung zu nutzen. Die Grafik zeigt aber, dass erst im 20. Jahrhundert die fruchtbare Zeit richtig bestimmt wurde – mit einer Ausnahme: Maimonides, der von 1135 bis 1204 n. Chr. lebte, erkannte, dass der Anfang und die zweite Hälfte des Zyklus unfruchtbar sind und etwa i

n der Mitte des Zyklus eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist. Von daher sind Methoden der Natürlichen Familienplanung, auch Rhythmus- oder Zeitwahl-Methoden genannt, nichts Neues und finden sich in den unterschiedlichen Kulturkreisen wieder.

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Mit dem einsetzenden 20. Jahrhundert etablierten sich in Europa verschiedene wissenschaftlich fundierte natürliche Methoden, von denen heute vor allem die sogenannte symptothermale Variante angewendet wird. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich zunächst im deutschsprachigen Raum eine moderne Form der Natürlichen Familienplanung – Sensiplan – entwickelt, die, wie wissenschaftliche Begleitstudien zeigen, dem Sicherheitsbedürfnis der Anwenderin voll entspricht und heute in vielen Ländern Anwendung findet.